Reparaturschutz

Kaputt?

Repariert werden muss etwas in erster Linie, wenn es kaputt ist. An einem Fahrrad kann ja bekanntlicherweise viel kaputt gehen. Die Frage ist jetzt: Warum ist es kaputt gegangen.

Unfall?

Da haben wir einmal den Unfall. Das ist relativ easy, weil damit Unfälle im Straßenverkehr gemeint sind. Darunter kann sich jeder etwas vorstellen. Sitzt man allerdings nicht auf dem Fahrrad, sondern im Auto und transportiert das Fahrrad damit, dann gelten Schäden am Fahrrad in Folge eines Unfalls mit einem Transportmittel ebenfalls als versichert. Sobald es aber von einem Transportunternehmen transportiert wird, gilt dies nicht.

Sturzschaden?

Dann haben wir Fall- oder Sturzschäden. Auch easy, weil es in den Versicherungsbedingungen nicht weiter definiert wird. Man könnte sich fragen, wo der Unterschied zwischen einem Fall und einem Sturz ist. Gegenstände fallen, Personen stürzen. Bei einem Fall ist also das Fahrrad ohne euch umgefallen, bei einem Sturz seid ihr auf dem Fahrrad gestürzt.

Verschleiß?

Als weiteren Punkt haben wir die Reparaturkosten, die durch Verschleiß entstehen. An allen Verschleißteilen – im Exclusiv-Tariff sogar an Reifen und Bremsen – werden diese von der Versicherung übernommen. Allerdings nur bis zu einem Fahrradalter von max. 3 Jahren. Reifen und Bremsen könnt ihr logischerweise nicht alle 2 Wochen ersetzen lassen, sondern frühestens wieder nach 6 Monaten.

Weitere Gründe?

Außerdem werden die Reparaturkosten erstattet, die auf Material-, Produktions- und Konstruktionsfehler zurückzuführen sind. Gesetzlich muss in den ersten 24 Monaten der Hersteller für die Reparatur solcher Schäden aufkommen. Das ist die gesetzliche Gewährleistungspflicht. Wir übernehmen hier ab dem 25. Monat und ihr bekommt 100% der Kosten für Material-, Produktions- und Konstruktionsfehler erstattet. Dinge können außerdem kaputt gehen, weil ihr sie nicht im Sinne des Erfinders benutzt habt. Im Versicherungsdeutsch wird dann von einem Bedienungsfehler oder unsachgemäßer Handhabung gesprochen. Sollte euch sowas passieren, dann sind die dadurch anfallenden Reparaturkosten ebenfalls abgesichert. Zu guter Letzt werden alle Schäden repariert, die infolge eines Brands, einer Explosion oder eines Blitzschlags entstanden sind, reguliert.

Die Werkstatt macht's?

Ganz wichtig: Wenn die Reparaturkosten 150€ übersteigen, muss ein Kostenvoranschlag eingereicht werden, bevor die Werkstatt mit der Reparatur beginnt.Den könnt ihr natürlich uns zukommen lassen und wir holen uns dann die Freigabe von der Gesellschaft und geben euch Bescheid. Damit ihr die Kosten erstattet bekommt, benötigt ihr eine Reparaturrechnung. Hier müssen folgende Informationen zu finden sein: die Marke eures Rades, der Typ, die Rahmennummer und eine Auflistung der Reparaturleistungen.

Alternativ könnt ihr auch eine Abtretungserklärung an die Fahrradwerkstatt unterschreiben.

Durch die Unterzeichnung einer Abtretungserklärung übergebt ihr eure Ansprüche gegenüber der Versicherung an einen Dritten – in diesem Fall an eine Werkstatt.

Die Rechnung kann die Fahrradwerkstatt dank der Abtretungserklärung bei der Versicherung des Kfz-Halters direkt einreichen. Alle Parteien sparen dadurch Umwege und beschleunigen die Regulierung.